Greenpeace Münster ruft zur Teilnahme am Klimacamp in Hamm, sowie zur Großdemo am Samstag auf
In Hamm findet vom 27. bis zum 30. Mai ein großes angemeldetes Protestcamp gegen den massiven Ausbau von fossilem Gas statt. Verschiedene Initiativen der Klimagerechtigkeitsbewegung bieten ein buntes Programm aus Workshops, Vorträgen und tollen Mitmach-Möglichkeiten an. Der Besuch lohnt sich!
Großdemo mit Weltrekordversuch
Am Samstag (30.05.) ruft Greenpeace zusammen mit Campact, Fridays for Future und dem BUND zur Großdemo auf. Der Demozug startet um 12:00 am Kreisverkehr Johannes-Rau-Str./Zum Torksfeld und endet gegen 16:00 vor dem Gaskraftwerk Gersteinwerk. Dort gibt es im Anschluss einen Weltrekordversuch, bei dem ein riesiges Menschenbild eines Windrades gebildet werden soll. Weitere Infos gibt es auf der Bündniswebseite.
Reiches giftige Gas-Pläne bedrohen nicht nur unser Klima und damit die Zukunft kommender Generationen, sie fesseln uns durch Importabhängigkeiten auch an Autokraten wie Putin und Trump. Wir müssen unsere Energieversorgung endlich durch Erneuerbare demokratisieren!
Paul Schaub, Greenpeace Münster
Hintergrund der Proteste sind die Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, fossile Gasinfrastruktur wie Kraftwerke und LNG-Terminals in Deutschland massiv auszubauen. Diese Pläne sind mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens nicht vereinbar. Gas ist in Teilen noch schädlicher als Kohle, weshalb das Umweltprogramm der Vereinten Nationen die Reduktion von Gasemissionen als den wichtigsten Hebel ansieht, um die Erderhitzung in den nächsten zwei Jahrzehnten einzudämmen. Greenpeace wirft Reiche daher Lobbypolitik vor. Ein weiterer Streitpunkt sind Reiches Änderungen am Gebäudemodernisierungsgesetz (auch „Heizungsgesetz“ genannt), welche vorsehen, dass Öl- und Gasheizungen auch nach 2045 noch verbaut werden dürfen. Expert:innen sehen darin eine Kostenfalle für Mieter:innen, die oftmals nicht über die Form des Heizens entscheiden können.
