Greenpeace-Münster protestiert mit 5m hoher Kleiderstatue auf dem Prinzipalmarkt gegen Fast Fashion
Münster, 01.11.2025 – Mitten auf dem Prinzipalmarkt taucht am Samstag morgen eine riesige Statue aus Altkleidern, die Greenpeace aus den Müllbergen des Kantamanto-Markts von Accra in Ghana gesammelt
hat, auf. Trotz heftiger Regenschauer informieren 8 Aktivist:innen interessierte Passant:innen über die Folgen von Fast-Fashion für unsere Umwelt.
“Fast Fashion ist das Symptom eines kranken Wirtschaftssystems, das nicht dem Menschen dient. Dahinter stehen leidende Menschen und eine Umwelt, die ausgebeutet wird“, sagt Daniel Glüsing von Greenpeace Münster.

Eine Recherche von Greenpeace belegt, dass sich die weltweite Bekleidungsproduktion seit dem Jahr 2000 mehr als verdreifacht. Jedes Jahr werden bis zu 180 Milliarden Kleidungsstücke hergestellt, wovon bis zu 40 Prozent unverkauft bleiben und vernichtet werden. Gleichzeitig werden Textilien immer kürzer getragen.
Über 60 Prozent der in Deutschland gesammelten Altkleider landen im Ausland, häufig auf Deponien oder in Flüssen.
Greenpeace fordert in einer Petition ein Anti-Fast-Fashion-Gesetz nach französischem Vorbild. Dieses umfasst eine Sonderabgabe auf Fast-Fashion-Produkte und fördert die textile Kreislaufwirtschaft wie Second Hand, Reparatur- oder Tauschsysteme. Zudem verbietet es Werbung für Fast-Fashion, auch auf Social Media. Diese Maßnahmen sind dringend notwendig, um die negativen Folgen der Fast-Fashion-Industrie zu begrenzen. Ein neues Rechtsgutachten im Auftrag von Greenpeace bestätigt, dass diese Maßnahmen auch in Deutschland rechtlich möglich sind.